ASIANNIGHT in der Presse
Was Medien über Österreichs größte Asian-Party-Reihe geschrieben haben.
Die ersten Medienberichte
Wienerin Magazin
Autor: Ljubiša Buzić · Wienerin (Print) · Seite 59 · Auflage: 83.917 · Reichweite: 135.000
„Feiern können sie nämlich. Ganz ohne Bauchtänzerinnen und Backgammon."
Party süß-sauer
MIT LJUBIŠA AUF LEPSCHI — Asian Night
Verwirrender Freitagabend. Ich wollte Chinesen treffen, lande im Volksgarten und trage einen Blumenkranz um den Hals. Wie konnte es so weit kommen? Ach ja, mein neuer Auftrag: „auf Lepschi gehen", einmal im Monat fortgehen, Spaß haben, essen, trinken, lachen, feiern, wie es „die anderen" tun. Die anderen, das sollten diesmal die Chinesen sein. Eine Community mit 30.000 Menschen in Österreich, und trotzdem so unauffällig. Das bringt mich zur Asiannight im Volksgarten.
Es ist kurz vor Mitternacht, als ich ankomme. Auf der einen Seite des Clubs sitzt eine überdrehte Mädelsgruppe, gestylt wie Studentinnen aus Hongkong, daneben ein paar österreichische WU-Typen mit ihren chinesischen Dates. Dazwischen meditiert eine Runde verdächtig jung aussehender asiatischer Burschen über ihren Smartphones. Ich mische mich so unauffällig wie möglich unters Volk.
POWER-CHINESE. Eigentlich wollte ich ja inkognito bleiben und das authentische fernöstliche Nachtleben ungefiltert in mich aufsaugen. Aber der erste authentisch aussehende Typ, den ich um eine Tschick anschnorre, klingt sehr wienerisch und stellt sich als der Veranstalter der Party heraus. Er heißt nicht Chang oder Sun, sondern schlicht und einfach Martin. Martin hat einen glatt rasierten Schädel, trägt ein Hawaiihemd und bläst die Gummipalmen auf seiner Party selber auf. Und er ist ein chinesisch-steirisches Energiebündel. Wenn er von der Community erzählt, wird er ganz überschwänglich – und je mehr Wodka-Red Bull er mir spendiert, desto überschwänglicher werde auch ich.
Inzwischen haben Jungs und Mädels angefangen zu tanzen und machen Selfies im Selfie-Automaten. Ich fühle mich alt, und der Red-Bull-Anteil in den Drinks war wohl zu niedrig für mich. Als ich mich verabschiede, muss ich Martin versprechen, dass ich am nächsten Tag zum Fest der Filipinos im 23. Bezirk komme. Das schaffe ich aber nicht. Am nächsten Tag liege ich mit Brummschädel auf der Couch. Feiern können sie nämlich. Ganz ohne Bauchtänzerinnen und Backgammon.
© Wienerin / CLIP Mediaservice 2016 · Abdruck mit freundlicher Genehmigung
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